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Alex Kr├╝ger

Das ist ein Leben!

Blog

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Next Waypoint: Home Port Gostanbul

Posted on April 24, 2017 at 9:44 AM Comments comments (84)
I am only 30 minutes away from my final destination:  home port Gostenhof.  If I wouldn´t have done the sailing I would be tempted to say I did a European beer garden tour.  Yesterday the Dancing Man brewery Southampton, just now for lunch the Augustiner Keller in Munich during my lay over waiting for the train to Nürnberg.  And now ... just a few moments ahead ... Schanzenbräu, in the heart of my beloved quarter and home court.  And more surpring:  the sun is shining from blue skies.  I have been told, that the last week was winter again in Germany.  Well, there is nothing like that right now.  I guess I am bringing the sun.  I know it will not last forever, but for right now, it is enjoyable! 

Tatsächlich kann ich feststellen, dass ich mich gerade in einer tollen Phase meines Lebens befinde.  Nicht wegen der Prüfung.  Das ist letztlich doch nur nebensächlich.  Sondern weil sich mein Mut zur Veränderung und die damit verbundenen Anstrengungen nun auswirken.  Beim Flug über die fränkische Südsee, genauer gesagt übers Große Brombeermeer (siehe oben) ist mir klar geworden, was für ein Glückspilz ich derzeit bin.  Das Leben ist gut.  Ich sitze auf dem Fahrersitz meines eigenen Lebens. Oder besser ich stehe am Ruder und bin der Navigator.  Wenn ich meine Sinne nutze, erkenne ich: es gibt nur das Leben!  Belassen wir´s für heute dabei.  Mein Zug läuft ja auch gerade in Nürnberg ein :-)
Bis bald meine Freunde.  Und danke für das Interesse am Blog und die Zuversicht die ihr mir entgegengebracht habt. Ich werde es mit überzogenen Lügengeschichten zurückzahlen ... hahaha
(left picture:  back at home - sunshine and a local brew at Salon Regina)

Geschafft!

Posted on April 24, 2017 at 2:50 AM Comments comments (250)
Geschafft!  Done!°  Well done!  Geschafft ist das Ding! Geschafft bin aber vor allem ich!  Geschafft ist auch Lloyd.  Die Prüfung bestanden.  We are two knackered sailors now.  After 23 days of tough training without a break for even one day.  We passed the exam! 
Vor einem Monat begann der Ausflug nach England.  Viel länger - ein gutes Jahr - hat die Planung und Vorbereitung auf das Abenteuer RYA Yachtmaster Offshore Examen gedauert.  Über drei Wochen tägliches Segeln und facettenreiches Training auf dem Wasser und am Navigationstisch haben uns gefordert, an uns gezogen, Druck aufgebaut, Spass gehabt und mit Fokus zum Ziel geführt. 
And to make it even tougher - I put myself under additional pressure by writing to all of you about this venture!  What was I gonna tell you if I failed???  Egal, auch eine verpatzte Prüfung wäre kein Weltuntergang gewesen.  Frei nach Konfuzius:  Hinfallen darf man immer wieder, das Wieder Aufstehen, darf man nicht vergessen.  Doch mit dem erfolgreichen Abschluss lebt es sich nun auch nicht schlecht.  Und im Moment des Glücks und der Freude, fällt mir wieder mein aller erster Segellehrer in Oregon ein:  1995 sagte er mir:  "Du kannst jetzt Segeln, aber vergiss nie, für den Rest Deines Lebens wirst Du lernen ein besserer Segler zu werden!"  Be humble and learn!  Bescheidenheit bleibt angesagt.  Das lehrt mich Segeln.  Wir alle wissen, was für Kräfte die See, der Wind und die Wellen haben.  Wir sind ein kleines Nichts im Vergleich ... und doch lohnt sich unsere Existenz!
Soviel zur Philosohpie, ich kann´s halt nicht lassen ;-)

Die Prüfung war ein letztes hartes Stück Arbeit.  After five tough and challenging prep days - they felt like we didn´t have a moment to breathe - we were forced to collect the last amount of energy left in our bodies and souls to go through a 24 hour stretch of night and day sailing.  Kein GPS, keine elektronischen Hilfsmittel.  Ein Handkompass, den Tiefenmesser im Blick und die Seekarte auf dem Navi-tisch.  Tiefenlinien finden und entlang navigieren.  Kardinals-zeichen identifizieren und per Rückpeilungen sicherstellen, dass der Tidenstrom uns nicht abtreiben lässt.  Unbeleuchtete Regatta Tonnen im Dunkeln finden usw.   Auch  das Segeln bei Tageslicht hatte es in sich.  Up north into the Southampton Water.  Main Channel should be avoided by small craft!  Viel Schiffsverkehr:  Cargo vessels, speed ferries, 100+ sailing boats, hi-speed power boat traffic, shallow waters and spills, ebb tide, tidal stream against us.  Teil der Prüfung war, dass wir zwei Crew Mitglieder - ohne Erfahrung - mit ins Geschehen einbeziehen mussten.  Also Aufpassen wie ein Rohrspatz, dass kein Finger in der Winsch festklemmt, dass die Leinen beim Manöver richtig geführt werden, dass kein Fender vom Boot fällt, weil der clove hitch (Webeleinstek) nicht sitzt.  Im selben Moment ein Prüfer im Nacken, der einen mit Fragen löchert, während gerade ein Tack (Wende) gefahren wird, die Fähre auf uns zubraust, das Lot unter 5m fällt und ein Angler im Weg steht ...
Zusammenfassend kann ich da nur Lloyd zitieren: "These were the most intense three weeks in the recent years of our lives - but we went thru them and we always had a smile on our face!"  Das gilt.  Und wie man leicht erkennen kann, stimmt das auch nach getaner Arbeit immer noch.  Beim Anstoßen zusammen mit Graham (Crew) mit dem ersten Ale.  Es sollte nicht das letzte sein ... an diesem herrlichen Frühlingsabend in Hamble-le-Rice, im Solent. 
Die Sigma 38 festgemacht. 1.5 Rundtörn 2 halbe Schläge.  Sitze ich am Southampton Airport und warte auf den Abflug in den Heimathafen.  Seemannsgarn wird folgen ...

Die Woche der Wahrheit

Posted on April 19, 2017 at 5:46 PM Comments comments (210)
Wir sind mittendrin, in der Woche der Wahrheit. Wir, das sind im Moment Lloyd und ich.  Denn wir beide beginnen am Freitag 21. April um 18h unsere Yachtmaster Offshore Prüfung.  Seit knapp drei Wochen arbeiten wir Beide nun schon zusammen.  Mittlerweile sind wir beide fast ein altes Ehepaar geworden.  Auf einem Schiff lernt man sich unheimlich schnell kennen.  Der Raum ist begrenzt und weglaufen geht nicht.  Zudem teilen wir uns den Salon. 
Und jetzt befinden wir uns auf der Zielgeraden. 
Waren die ersten beiden Wochen schon vollgepackt mit Informationen und neuen Erfahrungen, so erleben wir diese letzte Woche eine neue Intensität.  Training und praktische Anwendung auf dem Wasser, bei Tag und Nacht.  Ian, unser Ausbilder, setzt uns gut unter Druck um uns top fit zu machen.  Und er versteht sein Geschäft.  Er schafft es uns bis ans Limit zu führen - dabei aber immer ruhig und sachlich zu reflektieren und neue Wege aufzuweisen.  Unterm Strich:  Lernen - lernen - lernen.  Eins ist jetzt schon gewiss:  Ich werde noch Jahre von diesen neuen Kenntnissen profitieren.  Fast denke ich, am kann das gar nicht alles aufsaugen.  Aber hierin besteht die große Qualität von Ian, uns die neuen Optionen nachvollziehbar darzulegen, was uns unmittelbar motiviert. 
Doch das bedeutet auch, die Zeit ist knapp und daher muss ich mich heute kurz fassen.  Oben im Bild noch ein Eindruck vom Pilotage letzte Woche von Herms kommend südlich um Jethou rum.  Eine Route gespickt mit Felsen knapp unterhalb der Wasseroberfläche.  Alles ohne GPS - lediglich Tom unser Skipper letzte Woche hatte Zugriff auf elektronische Daten.  Von ihm ist auch der Routenverlauf, der in gelb zu sehen ist. 
Drückt mir am Freitag - Samstag die Daumen.   Bis dahin, alles Gute und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!
Liebe Grüße,
Euer Welt-RUM-bummler

Erstmals englisches Wetter

Posted on April 15, 2017 at 5:00 PM Comments comments (173)
... und dabei sind wir gar nicht in England.  Auf dem Bild nebenan seht ihr uns direkt vor Alderney, Channel Islands und dem Cap de la Hague, Frankreich.  Und ... unglaublich aber wahr, umso mehr wir uns der englischen Südküste nähern, umso schöner wird das Wetter.  Heißt im Klartext, schon wieder Needles bei blauem Himmel und als Zugabe ein traumhafter Sonnenuntergang. 
Heute war also Rückreise und Querung des Kanals von Alderney zur Isle of White.  70 Seemeilen über Grund mit Wind aus NW Beaufort 4,5 und zeitweise 6.  Zweites Reff und 8 Knoten Fahrt durchs Wasser machen die Reise zu einem tollen Erlebnis.  Elf Stunden dauert die Überfahrt und der Tidenstrom von fünf Stunden Ost und fünf einhalb Stunden West hebt sich bis auf 0,3 Knoten nahezu auf.  Wir lassen uns also auf unserem Kurs von 021° erst nach Osten versetzen um dann nach Westen genau auf die Needles zurückgesetzt zu werden.  Genau wie es im Channel Pilot Buch erläutert wird.  Ein bemerkenswerter Ritt.  Und diesen schließen wir gerade in einer urgemütlichen Hafen Bar in Yarmouth ab.
Rechts im Bild noch ein Eindruck von den Channel Islands, die auf alle Fälle nochmals besegelt werden wollen!
Ahoi ...


Ärmelkanal Querung zu den Channel Islands

Posted on April 13, 2017 at 3:23 PM Comments comments (303)
Das Training geht unvermindert weiter.  Und somit ist die Zeit für Blogeinträge recht knapp bemessen.  Mittlerweile haben  wir England verlassen und waren am letzten Montag in Frankreich (Cherbourg) bevor wir zum Insel-Hopping nach Guernsey, Sark und Herms weitergesegelt sind.  Jetzt gerade wieder in St. Peter Port angelegt, machen wir uns so langsam für den Rückweg nach Southampton klar.  Morgen geht´s erstmal nach Alderney und wir sind alle schon mal auf´s dazugehörige Race gespannt.   Doch nach einer Woche ohne Chance für einen Blog Eintrag, erst mal der Reihe nach. 
Nach der Coastal Skipper Woche, unheimlich intensiv und vollgepackt mit Lehrinhalten, waren wir letzten Freitag platt.  Gut dass Geburtstag war, also ein Grund den Abend in die Stadt zu fahren um dort ein wenig Abstand zu gewinnen, nicht an Manöver, Leinenführung oder COLREG´s zu denken.  Der Abend war dann auch gelungen, nicht nur weil ich nette Leute in der Dancing Man Micro Brewery getroffen haben, sondern weil das auch das "Schnepperschütz" von Southampton ist (siehe links).  
Leider war am nächsten Morgen nix mit Ausschlafen, denn das Programm will abgearbeitet werden:  Und es stand der Basic Sea Survival Kurs an.  11 top fitte junge Männer der Berufsfeuerwehr Hampshire waren meine Co-Teilnehmer.  Kann ja nichts schief gehen, ausser sich zu blamieren ... z.B. im Schwimmbecken beim Versuch die kopfüberstehen Rettungsinsel aufzurichten oder einfach nur ohne Hilfsmittel dafür mit Ölzeug und aufgeblasener Rettungsweste aus dem Wasser in die Selbe reinzuklettern.  Hat alles geklappt ohne peinliche Pannen.  War aber sau anstrengend.  Doch auch der Sonntag war nicht zum Ausruhen.  1st Aid Kurs mit 7 Stunden Hörsahl und lebensrettenden Übungen an der Puppe.  Kurz danach Kennenlernen der neuen Crew für den Cross-Channel Törn mit "Hausaufgaben" um einen Passage Plan vorzubereiten.  Und los gings:  Am Montag morgen 0900 Auslaufen mit Ziel Cherbourg. Vorbei an den  weltberühmten Needles der Isle of White (siehe oben rechts)  und über den Kanal.  Früh am Dienstag Morgen 01.30  endlich in der Marina festgemacht.  Pilotage bei Nacht:  Lichter verwirren über all und extremer seitlicher Versatz durch die Tidenströme.  Nach nur sechs Stunden Schlaf, wieder Leinen los und weiter nach Guernsey.  
Von hier aus haben wir´s dann ein wenig lockerer angehen lassen.  Doch das bezieht sich lediglich auf die Aufstehzeiten am Morgen.  Denn die Pilotages zu den Inseln mit all ihren Felsen und Steinen - zum Teil trockenfallend bzw. knapp unter der Wasseroberfläche - mussten von der Crew ohne zuhilfenahme von GPS ausgearbeitet und durchgeführt werden. 
Dabei erweist sich unser erst 24-jähriger Ausbilder Tom (im echten Leben:  Maschinist auf großer Fahrt) als Skipper mit Nerven wie Stahlseile.  Denn er lässt uns machen und fährt uns nicht in die "Parade".  Seine Zurückhaltung macht es uns leichter und zu gleich steigert es unseren Ehrgeiz, unseren Plan erfolgreich durchzuführen.  Zusammen mit Lloyd, mit dem ich in gut einer Woche gemeinsam in die Prüfung gehe, schaffen wir es unsere Sigma 37 durch die aufregenden Ecken um Sark und Herms herum zu navigieren ... ohne mit dem Kiel gegen einen Stein zu stoßen oder Grund zu berühren.  Ganz allein durch terrestrische Navigation, also Peilungen, Objekten in Linie und v.a. Tiefenmesser.  Dabei lernen wir auch die beruhigende Bedeutung von Präzision bei der Tidenkalkulationen kennen. 
Denn in der Seekarte stehen ja nicht unsere Wassertiefen sondern ledigliche die LAT (lowest astronomical tide) Tiefen.  Wir müssen also für unseren Standort und Zeitpunkt berechnen, wie hoch die momentane Tide steht und das Ergebnis auf das LAT drauf addieren.  Mathematik und Nervenkitzel pur.  Aber nach gelungener Passage auch sehr viel Freude und Stolz! 
Und dabei möcht ich´s für heute auch belassen.  Aber nicht ohne Euch einen Eindruck von der Navigation zu geben (siehe Seekarte - zum Vergrößern anklicken) und auch nicht ohne Euch Lloyd (im Bild) vorzustellen, den ich mittlerweile schon einen guten und zuverlässigen Freund nennen kann. Und weil ich unheimlich viel von ihm in Sachen englischer Humor mitnehmen darf, grüß ich ihn hier einfach mal mit "BuddyMcBuddy Face".  Thank you Lloyd for being there for me ;-)  I´ll do my very best to make you pass ... hahaha

The Isle of Wight

Posted on April 6, 2017 at 3:54 PM Comments comments (211)
We are finally there:  The Isle of Wight!  Cowes ... lot´s of myths and lot´s of the worlds best sailing instruction is taking place here.  Read about it ... heard about it ... seen documentaries about it ... NOW I am here°!  It feels great great great :-)
Our cruise along the Solent and the English Challenge ... oooopps I meant the English Channel ... does take all of our full attention.  Things change quickly:  Do we have enough water below the keel?  Where´s the tidal stream setting?? Are we the stand-on vessel???  Did I pick the right chimney for my three point fix????  Where is the leading light on a night pilotage into Lymington Harbour?????  .... which direction does the tide set us ... and ... we can go on and and on and on ...
But this is real fun sailing.  Never, never is there nothing to do:  putting on the kettle, checking the COLREG´s, taking pictures. A pro pos ... yesterday ... sailing into the western Solent entrance:  the Needles!  Sunset!  ... and the Camera went dead.  Well, got to be well aware of the present moment and enjoy it.  That´s why I can´t show you my spectacular view of the Needles.  And just trust me, it was one of my ever highlights!  So you will have to see me, again, to get the picture passed on ... hahaha  Since my technology is failing me now, you will have to put up with a pic I took last week when I was a tourist in Portsmouth:  the Spinnaker.  It´s not bad, either, but it´s nothing like what we are experiencing this week. 
Well and  now I will let you enjoy ... just like I am doing, now.  Because I have berthed now in a wonderful bar in Cowes!°  Where the people are friendly and open minded.  Today I am 17531 days.  And I meet people who for example claim to have information, that we have had mobile phones for the last 2.000 years already.  Leaving it at that ... well, the music is good and people are enthusiastic ... that´s my world ... life is good!  Tomorrow at 0800 I will be one day older.  I am pinching one eye.  Love 

Picture taken by Caolan.

It´s about time ...

Posted on April 4, 2017 at 12:05 PM Comments comments (204)
It´s about time ... I´ll tell you what´s happening and update my blog.  Because a lot has happened since my last post.  The intensity has picked up.  And one reason for is, that I am doing it all in a foreign country and in English.  And that´s exactly why I am writing not in deutsch, today.  Well, first of all BOSS (British Offshore Sailing School) gave me opportunity to participate at a two day boat manouvering course last week end.  The "ferry glide" was a new and fascinating move from one side of the water way to the other.  Keeping your boat in the tidal stream, with a few burst and little but constant adjustments on the helm, gets you across the river to your planned destination in almost a 90° angle. 
Finishing the course off with a few pints, the next challenge was just waiting:  Coastal Skipper.  On Sunday night the whole crew got together to meet and introduce one another.  We area crew of six, now.  Starting Monday morning at 0700 AM we got ready for the journey and all the teaching program that we are being challenged by at the moment.  For me personally it was a rush of adrenalin, when we left Hamble Point Marina, and we were being asked to navigate thru the very busy precautionary area south of Southampton with out the use of GPS but with the simple use of bearings of buoys and landmarks in sight, now.  However, we managed, and it was a heap of fun, too.  And that´s how it´s been continuing:  challenges all the times.  Making passage plans, pilotages, day and night.  That´s how we found ourselves finding our way into Poole Habour last evening just after an amazing sunset, last night.  Berthed savely at 2100 we went to the pub for a pint of ale that tangles your legs ... I guess only two didn´t do the job done for me, but helped to get some sleep. At 0400 AM the alarm clock rang. Time to get reade for the night leave.  Red - Green - Flashing - Occulting - Ferry behind getting ready to leave as well - Cardinal Signals with their easy to identify light signals helped to find the safe pilotage out.  Then fog - with a little bit of rain and very uncompfortable sea - a few of us are dealing with sea sickness.  In the afternoon, the approach to Weymouth.  What a great town for sailors!  Along the water way:  One bar alinged to the other. But before we can take a soothing shower and then first pints, we have to read the Almanac to call in at the Harbour Authorities to get clearance at the opening bridge for 1400.  Then it´s a whole new ball game. Savely tided up to the pontoon, we can enjoy the pleasures of real (hu)men.  Stepping at land - despite the land sickness with everthing shaking - gives a break and let´s the mind come to rest ... and gives me finally a chance to send you any new informations on how the training is going sofar.   I am sure   ... tomorrow will offer new surprises filled with powerful experiences of learning and staying humble.

The Solent greets me with sunshine

Posted on March 28, 2017 at 4:49 AM Comments comments (4533)
Zugegeben:  Ich war erst dreimal in Englang, und meist nur kurz.  Dies ist nun mein vierter Aufenthalt und mit insgesamt 30 Tagen, mit Abstand der längste.  Aber jedesmal wenn ich auf der Insel bin scheint die Sonne am strahlend blauen Himmel.  Das erzähle ich den Einheimischen und sie erwidern mit lautem Lachen:  "Das ist immer so, hier!"
Seit Samstag Abend bin ich nun auf der Reise auf die ich lange gewartet habe.    Und schon der Flug von München nach Southampton war spektakulär.  So konnte ich bei wolkenlosem Himmel auf den Rothsee und Nürnberg blicken.  Auch der Rhein sah beeindruckend aus der Luft aus.  Doch das Highlight war die Kurve über London, wo wir schon im Sinkflug waren und ich einen atemberaubenden Blick auf den River Thames und die Tower Bridge bewundern durfte.  Was für ein Einstieg ins Abenteuer "Yachtmaster"! 
Mittlerweile bin ich schon drei Tage hier und die Sonne lacht hier immer noch genauso fröhlich wie seit eh und je, meine ich zumindest ;-)  In meiner ersten Woche stehen Vorbereitungen, theoretische Wiederholungen und touristische Aktivitäten auf dem Plan.  So hab ich mir am Sonntag Southampton und die Hamble Point Marina angesehen. Eigentlich war da schon der Basic Sea Survival Course angesetzt, doch der musste wegen Erkrankung des Instructors verlegt werden.  Gestern stand der Termin beim Arzt im Kalender, wo mein medical fitness test für das sog.  ML5 problemlos verlief.  Jetzt hab ich also schon zwei Papiere in der Tasche die ich - sollte ich bestehen - für das Commercial Endorsement des Yachtmaster Offshore bei der RYA einreichen muss.  Im Winter noch zu Hause, habe ich als erste "Übung" erfolgreich den Online-Kurs "Professional Practices and Responsibilities" absolviert, der einen auf die Pflichten der gewerblichen Schifffahrt vorbereitet.  Den gestrigen Nachmittag war ich wieder Tourist und bin mit dem Bus nach Portsmouth gefahren und durch Studentenviertel  und zum Spinnaker Tower gebummelt. Ein paar Snacks und ein paar Ale´s, und der Tag war wieder gelungen.
Den heutigen Vormittag verbringe ich erstmal mit Blog aktualisiern, Postkarten schreiben und Geld wechseln - was gar nicht so einfach ist, vorausgesetzt man möchte einen einigermaßen respektablen Kurs bekommen (Abheben vom ATM erscheint als das günstigste).  Dann, um 2 PM, treffe ich Peter, den Direktor der British Offshore Sailing School kurz BOSS.  Wir wollen einen Ausweichtermin für den Basic Sea Survival Course finden und ich möchte mir noch ein paar Tipps abholen, wie ich die paar Tage bis mein praktisches Training am Sonntag startet am sinnvollsten nutzen kann.  Eine wertvolle Beschäftigung ist sicherlich die englische Segelsprache büffeln:  Head to wind, Close hauled, close reach, beam reach, broad reach, dead run (alle Kurse zum Wind), ahead, starbord/port bow, abeam, quarter, astern (Richtungen zum Schiff), Fairlead, Self-tailor, Preventer, Kicker, topping lift, goose neck, outhaul etc.  Head - Tack - Clew (Kopf Hals und Schothorn) sowie luff - leech - foot (Vor- Achter- Unterliek), Ahoy! und noch viel mehr ... puuuhhh
Auf die KVR - hier COLREG´s legen die Briten ebenso viel Wert wie wir in der Heimat.  Somit ist es lohnenswert die Regeln zu kennen und zu verstehen:  Rule 10 Traffic Separation Schemes Rule 16 Action by give-way vessel Rule 17 action by stand-on vessel Rule 19 Conduct of vessels in restricted visibility Rule 27 Vessels not under command or restricted in their ability to manoeuvre Rule28 Vessels constrained by their draught ... und noch viele mehr. 
Ihr merkt schon, Langeweile kommt keine auf, auch wenn ich mir einen sanften Einstieg mit einer Woche Vorlauf ausgesucht habe.  Die touristischen Ausflüge kommen aber auch nicht zu kurz und die Tatsache, dass der süden Englands schon in voller Blüte steht macht meinen Aufenthalt in Southampton sogar noch freundlicher!   Soviel für heute und liebe Grüße nach Hause, Euer Welt-RUM-bummler.

Zwischenstopp im Heimathafen

Posted on March 22, 2017 at 4:31 AM Comments comments (198)
Letzter Blick auf die Marina Puerto de Mogan beim kleinen Frühstück:  Kaffee, Mandarinen und Wasser.  In zehn Minuten nimm ich den Bus zum Flughafen und dann den Flieger nach Nürnberg.  2 Tage Heimathafen.  Ich freu mich schon sehr drauf.  Ich glaube ich bin der einzige, der sich freut nach Hause zu fliegen ;-)
Freunde, Wäsche waschen und Seesack wieder packen.  Am Samstag schon geht´s weiter ... nach Southampton.  Und dort wird´s langsam ernst.  Fortsetzung folgt!

the knackered sailor

Posted on March 19, 2017 at 5:49 AM Comments comments (538)
538 Seemeilen, fünf Inseln, zwölf Tage auf See. Alle sieben kanarischen Inseln haben wir nicht ganz geschafft.  Das Wetter hatte was dagegen.  Letztes Wochenende zog ein heftiger Sturm über die Inseln.  Wir wurden zum Landgang "gezwungen" - auf La Gomera.  Dabei habe ich entdeckt, wie schön diese Insel ist.  Und ich möchte sie auf jeden Fall nochmals in aller Ruhe erkunden.  Beim Segeln hat man ja bekannterweise recht wenig Zeit für ausführlichere Ausflüge an Land.  Am letzten Dienstag haben wir uns dann auf die Rückreise gemacht.  Von nun an hat es der Wind sehr gut mit uns gemeint.  Was auch dringend notwendig war, denn der Motor zeigte sich mehrmals von seiner unzuverlässigen Seite.  Ablagerungen im Dieseltank haben den Filter vorm Ansaugschlaug verstopft und den Motor immer wieder abgewürgt.  Unser Instructor hatte alle Hände voll zu tun - und das auf See - um den Fehler zu finden und dann zu beheben.  Die Bedeutung von handwerklichem Geschick und eine gewisse Motorenkunde sind in solchen Fällen nicht zu unterschätzen.   Dieses Problem war dann auch der Grund warum wir die noch einem Zischenstopp in Santa Cruz de Teneriffa eingelegt haben.  Von hier gings dann aber endgültig zurück nach Lanzarote und wir sind nahezu die gesamten 150 Seemeilen auf Halbwind-  bis Amwindkurs gesegelt.  Ein äusserst seltenes Ereignis auf den Kanaren - aber wir hatten Wind aus ungewöhnlicherr N-NNW Richtung, Stärke 4-5.  22 Stunden haben wir gebraucht bis wir in der Bucht von Pt. Papaguayo am Freitag um 0900 UTC geankert haben.  Hier erstmal ein paar Stunden ausschlafen.  Am Nachmittag haben wir noch ein paar MOB Manöver geübt.  Die Engländer, oder zumindest unser Instructor bei diesem Törn, bevorzugt den Sofort-Stopp mit Beidrehen/Beiliegen als die Methode seiner Wahl.  Sollte das nicht sofort zum Erfolg führen wird auf Raumwindkurs abgefallen, nach fünf Bootslängen Abstand gewendet und auf Amwindkurs zurückgesegelt um die Boje in Lee aufzunehmen.  Bin gespannt was die RYA Ausbilder im Solent unterrichten. 
Aber bevor es soweit ist, gönne ich mir erstmal ein paar Tage Erholung im vertrauten Puerto de Mogan Hostel "volver".  Sonne, Strand, Terrasse über dem Atlantik und jede Menge freundlicher Menschen lassen mich ein wenig abschalten und die gewonnen Eindrücke verdauen.  Am Mittwoch fliege ich dann für einen Kurzstopp in den Heimathafen, Wäsche waschen und die lieben Menschen zu Hause wiedersehen haben ihren ebenso entzückenden Reiz. 

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